monasteria dot net - der Terminkalender für Münsters Szene

Stahlmann – Adamant (Album-Rezension)

Stahlmann - Adamant (Cover)Stahlmann – Adamant
Genre: Neue Deutsche Härte, Industrial Rock/Metal
Spiellänge: 43:00
VÖ: 19.04.2013 (AFM)

Von Stahlmann habe ich schonmal gehört. Letztens in einer Review eines Liveauftrittes, in dem erwähnt wurde, dass diese Band wohl ganz gut abgeschnitten hat. Dann wird’s ja mal Zeit ein Ohr zu riskieren und was läge da näher als sich die aktuellste Langrille Adamant reinzupfeifen?

Despise & Conquer – Invasion (Album-Rezi)

Despise & Conquer - Invasion (Cover)Despise & Conquer – Invasion
Genre: (Melodic-) Death-Metal
VÖ: 31.03.2012
Bewertung:
★★★★★☆

Despise & Conquer? Wer isn das? Nie gehört oder gesehen. Aber sie haben ein Banner“. So oder so ähnlich dachte ich als ich die Jungs dieser Melodic-Death-Metal Kapelle bei einem Livegig kennenlernte. Im Mittelfeld des Line ups angesiedelt legten die Jungs auch einen beachtlichen Auftritt voller Elan und Energie aufs Parkett. Anschließend gefragt, obs ne CD gibt und siehe da: Es gibt sie.

Als haptischer Mensch freute ich mich wie Bolle, das gute Stück auch sehr professionell gestaltet samt Booklet und Co. In den Händen halten zu können. Aber wie ist die Musik selbst?


Trinodia – Human History (Album-Rezi)

Trinodia - Human History (Cover)Trinodia – Human History
Genre: Goa/Psy Trance
VÖ: 16.05.2011 (Underground Alien Factory Records)
Bewertung:
★★★★★☆

So. Jetzt wird es aber auch mal Zeit für ne Rezension zu etwas elektronischer Musik meinerseits. Wieso ich dann ausgerechnet ein Trancealbum rezensiere? Ganz einfach: Bands wie VNV-Nation oder Covenant benutzen teilweise genau ähnliche musikalische Strukturen. Von den ganzen anderen Totentechno-Kapellen mal ganz abgesehen. Das hier vorliegende Album Human History des schwedischen Tranceproduzenten Daniel Eldström beinhaltet sieben treibende Tracks, die an Atmosphäre düsterer sind als so mancher Output der selbsternannten Düsterkapellen, die die Düsterelektronik für sich okkupiert zu haben scheinen, ich mir aber manchmal wie auf so manche Kirmes versetzt vorkomme. Wie dem auch sei. Dass es auch anders geht möchte ich hier mal zeigen.


Falloch – Where Distant Spirits Remain (Album-Rezi)

Falloch - Where distant spirits remain (Cover)Falloch – Where Distant Spirits Remain
Genre: Post-Progressive-Metal
VÖ: 21.10.2011 (Plastic Head/Soul Food/Candlelight)
Bewertung:
★★★★★★

Es gibt sie noch. Diese kleinen Überraschungen musikalischer Natur. Die vorliegende CD ist eindeutig so ein Fall. Falloch sagten mir bis dato gar nichts und ein Blick in die Bandbiografie zeigt, dass es sie auch erst seit 2010 gibt. Die beiden Gründungsmitglieder Scott McLean und Andy Marshall kredenzen einem auf dem Album Where Distant Spirits Remain einen kunterbunten Reigen musikalischer Exzesse, der komplett in der heimischen Garage aufgenommen und produziert wurde. Lediglich das Mastering übernahm ein renomierter Produzent. Tut aber letztlich nicht viel zur Sache, denn dieses illustre Potpourri diverser rockmusikalischer Einflüsse kann auf ganzer Linie überzeugen. Vorrangig kann man die Musik wohl als Post-Metal bezeichnen. Dazu stoßen so mancher black-metallischer Ausbruch, folkiger Charakter, sowie fast schon Ausflüge die einem Soundtrack ähnlich sind! Ein flirrendes Tremolo-Post-Riffing hier, black-metallisches Geschraddel da. Tin Whistles und Trommeln dann und wann dort. Raserei neben fast doomigen Passagen. Ich habe in dem Bereich selten ein solch stringentes, dabei auch homogenes Songwriting gehört. Melodien und Harmonien am Fließband, dabei aber niemals langweilig oder nichtssagend.


Behexen – Nightside Emanations (Album-Rezi)

Cover Behexen – "Nightside Emanations"Behexen – Nightside Emanations
Genre: Black Metal
VÖ: 21.09.2012 (Debemur Morti Productions)
Bewertung:
★★★★★☆
Behexen
sind wieder da! Wütend wie eh und je preschen die „True Satanic Black-Metal Heroen“ aus den Boxen. Anno 2012 haben die 1996 gegründeten finnischen Black-Metal Urgesteine nichts an Aggressivität verloren. „Night Emanations“ ist ein Hassbatzen aller erster Kajüte. Beginnt aber mit einem Intro, das mystisch sakrale Orgelklänge präsentiert und dem gediegenen Schwarz-Metallfan einen atmosphärisch düsteren Einstand in das Album bietet. Quasi nahtlos geht es über in den ersten Song „Wrathful Dragon Hau-Hra“, der noch nicht zu schnell aus den Lautsprechern schraddelt, dafür jedoch eine gute Atmosphäre aufbaut. Dissonante Akkordfolgen, abwechslungsreicher Keifgesang und herrliche Midtempopassagen, die mit typisch arpeggierten Gitarrenriffs für wohlig erhabene Gänsehautmomente sorgen. Gute Wahl diesen Song an den Anfang des Albums zu setzen.


„We Come In Peace“: Laibach live in Bochum am 18.09. / Reproduction Prohibited

Plakat Laibach live in der Matrix BochumViele Bands aus der Szene bemühen sich, möglichst böse rüber zu kommen. Da wird bei Konzerten Kunstblut und Kunstsperma ins Publikum gespritzt, ein möglichst böses Outfit inklusive böser Kontaktlinsen für den bösen Blick ist Pflicht, und textlich geht es um Tod & Teufel, Selbstmord, Verderben und zersprungene Herzen. Daß das Treiben der selbsternannten Hobby-Nosferatus und Freizeit-Zombies allzu oft eher eine Mischung aus Karneval und halloween-tauglichem Kindergeburtstag ist, beweist ein Blick auf Laibach. Denn Laibach beschäftigen sich über weite Strecken ihres Schaffens mit dem, was im Konsens unserer Gesellschaften das ultimative Böse ist: Totalitarismus in jeglicher Form, sei es nun Faschismus, Kommunismus oder auch in anderen Kontexten, wie etwa Religion. Und das völlig ohne oberflächliche Effekthascherei, sondern mit intellektueller Ernsthaftigkeit und einer oft verstörend wirkenden, für Fehlinterpretationen offenen Konsequenz. Letzteres durchaus absichtlich!

Geïst – Galeere (Album-Rezi)

Cover Geïst – "Galeere"Geïst – Galeere
Genre: Black Metal
VÖ: 2009 (Label: Lupus Lounge)
Bewertung:
★★★★★☆
Ach ja. Eine weitere Black Metalband vom Prophecy Sublabel Lupus Lounge, wo auch die münsterschen Helrunar eine Heimat gefunden haben. Das kann doch nur Qualität auf ganzer Linie bedeuten. Besonders in Bezug auf deutschen bzw. deutschsprachigen Black Metal. In Zeiten, in denen man oftmals aufpassen sollte, dass man nicht einer NSBM Band erliegt, kommt dieses konzeptionell angelegte Opus gerade recht.


Merrimack – The Acausal Mass (Album-Rezi)

Merrimack – The Acausal Mass (Cover)Merrimack – The Acausal Mass
Genre: Black Metal
VÖ: 22.06.2012 (AFM Records)
Bewertung:
★★★★½☆
Da flattert mir doch glatt eine neue Black Metal-Platte ins Haus. Da möchte ich mich doch gleich einmal daran begeben und dieses Kleinod rezensieren. Also sofort die Fenster abgedunkelt. Die Kerzen angezündet und Satan gehuldigt, indem man dieses Scheibchen einwirft. The Acausal Mass, so heißt das neueste Opus der 1994 gegründeten französischen Band Merrimack, lädt quasi zur nicht kausalen Messe ein. Zumindest dem Titel nach zu urteilen.


Ultravox – Brilliant (Album-Rezi)

Ultravox - Brilliant (Cover)Ultravox – Brilliant (Album)
Genre: Pop, Synthie-Pop
VÖ: 25. Mai 2012 (EMI)
Bewertung:
★★★★★☆
Gelegentlich bekomme ich gesagt, daß meine Rezensionen etwas zu lang ausfallen würden. Hier kann ich mich kurz fassen: Wer die Popmusik der 80er liebt, vor allem jene die die große Geste nicht scheut und hymnische Melodien mit angenehmer Melancholie paart, und sich dieses Album nicht zulegt, dem gehört der Hintern versohlt!
Hier sind auch nicht irgendwelche hippen Indie-Kids am Werke, die Muttis Plattenkiste durchstöbert haben und jetzt einen auf großen Pop machen wollen, sondern echte Originalhelden: Ultravox! Bereits 2009 gab es vor allem im UK einige Reunion-Konzerte, jetzt gibt es sogar neue Musik von den Herren Midge Ure (Gesang, Gitarre, Keyboard), Billy Currie (Keyboard, Violine), Chris Cross (Bass, Keyboard), Warren Cann (Schlagzeug, Percussion).


And One – S.T.O.P. (Album Rezi)

And One - S.T.O.P (Cover)And One – S.T.O.P
Genre: Synthie-Pop
VÖ: 25. Mai 2012 (Synthetic Symphony/SPV)
Bewertung:
★★★½☆☆
Steve Naghavi
von And One geht wieder auf Diebeszug durch die Popgeschichte! Seit einiger Zeit hat er zu diesem Zweck ja ein paar neue Räuber an seiner Seite, nachdem letztes Jahr die langjährigen Statisten Chris Ruiz und Gio van Oli publicityträchtig And One verließen um Pakt zu gründen. Aber so neu sind Naghavis neue Diebesgesellen nicht: Rick Schah  war bereits von 1994 bis 2001 Bandmitglied, und Joke Jay verließ 2001, nach neun Jahren Bandzugehörigkeit, im Anschluß an einem Auftritt beim WGT in Leipzig  mit viel Tamtam die Band. Ich bin sogar Augenzeuge dieses „historischen“ Moments, denn ich stand biersüppelnd im Backstage als Joke Jay nach dem letzten Song von der Bühne marschierte und seine Trommelstöckchen wutschnaubend auf den Boden pfefferte. Nunja. Ebenfalls neu an Bord und für mich ein bisher weißes Blatt ist Nico Wieditz, mit dem And One zum ersten Mal seit 12 Jahren wieder zu viert sind.