monasteria dot net - der Terminkalender für Münsters Szene

Monolithe – Epsilon Aurigae (Album-Rezi)

Monolithe - Epsilon Aurigae (Album-Cover)Monolithe – Epsilon Aurigae
Genre: Doom Metal
Spiellänge: 45:00
Label: Debemur Morti
VÖ: 18.12.2015
Bewertung:
★★★★★☆

Ach ja. Die sieben monolithischen Herren aus Frankreich geben sich mal wieder die Ehre und bedienen den geneigten Funeral Doom-Hörer wieder einmal mit einer Langrille. Dieses Mal ist aber alles anders im Hause Monolithe. Die vorangegangenen Outputs waren schlichtweg immer mit dem Bandnamen und der jeweiligen Veröffentlichungsbezifferung betitelt und enthielten einen einzigen Song, die den Begriff „episch“ neu definierten. Vier Alben, vier Songs (man lasse EPs einmal außen vor). Experimentellen Charme hatten Monolithe ja schon immer. Melodische Gitarrenpassagen wechselten mit dissonanten Keyboardsequenzen. Tragende Sphären, dann und wann wurde es treibend.


The Hourglass – Through Darkness & Light (Album-Rezi)

The Hourglass – Through Darkness & LightThe Hourglass – Through Darkness & Light
Genre: Symphonic Opera Metal/Female Fronted Metal
Spiellänge: 52:00
Label: Not signed
VÖ: 28.03 2014
Bewertung:
★★★★★☆

Es ist immer so eine Sache, wenn man Debutalben bewertet. Besonders, wenn das Werk komplett in Eigenregie durch Crowdfunding und Eigenkapital entstanden ist. Und dann noch in einem Land, in dem es verdammt schwierig ist Musik abseits des Mainstreams aufzunehmen, geschweige denn zu veröffentlichen.

Das vorliegende Werk Through Darkness & Light von der rumänischen Formation The Hourglass ist so ein Fall. Alma, Sängerin und Hauptsongwriterin, mag den Vergleich zu einschlägig bekannten Bands des Symphonic Opera Metal bzw. Female Fronted Metal nicht sonderlich. Dennoch sind Ähnlichkeiten zu Kapellen wie Nightwish oder Visions of Atlantis nicht von der Hand zu weisen. Sorry Alma!


Sweet Ermengarde – Raynham Hall (Album-Rezi)

Sweet Ermengarde - Raynham HallSweet Ermengarde – Raynham Hall
Genre: Gothic Rock, Doom Metal
Spiellänge: 65:16
Label: Equinoxe Records
VÖ: 08.07.2013
Bewertung:
★★★★★★

Die volle Punktzahl vergebe ich sehr selten. Es kommt aber vor, dass ich echt sehr begeistert bin, von einer Platte, die mir in so manchem Moment alles gibt, was ich brauche. Raynham Hall der Bochumer Formation Sweet Ermengarde ist so ein Album, das vor Atmosphäre nur so strotzt. Dabei bedienen sich die Herren nichtmal besonders neuer musikalischer Gefilde, wildern sie doch in den seligen 80ern und 90ern und fröhnen dem Gothic Rock, den Bands wie Sisters of Mercy, The Mission oder auch Fields of the Nephilim so grandios verkörperten. Anspruchsvoll, jedoch nicht überladen oder anstrengend. Zugleich eingängig und doch fordernd. Melancholisch, aber niemals kitschig. Mal treibend, mal zurückhaltend, zerbrechlich und nachdenklich. Alle diese Attribute treffen auf Raynham Hall zu. Diese Platte ist für Fans der oben genannten Bands gleichermaßen zu empfehlen, wie für Freunde der gesetzteren Arbeiten von Paradise Lost oder Katatonia.


Words of Farewell – The Black Wild Yonder (Album-Rezi)

Words of Farewell – The Black Wild YonderWords of Farewell – The Black Wild Yonder
Genre: Melodic/Progressive Death-Metal
Spiellänge: 54:00
Label: AFM Records
VÖ: 28.02.2014
Bewertung:
★★★★★★

Es ist da! Das neue Album der noch sehr jungen Band Words of Farewell! Das Opus hört auf den Namen The Black Wild Yonder und eine Sache kann man gleich vorweg nehmen: Die Jungs legen hier noch eine Schippe drauf, was Vielfältigkeit, Spielfreude und Songwriting angeht. Dabei beginnt das Album sogar eher etwas ruhiger. Continuum Shift ist zu Beginn mit cleanen Gitarren und pointiert gesetzten Tönen über einer zurückhaltenden tieffrequenten Klanglandschaft eher introvertiert. Allein dieser Song haut bereits eine Vielzahl an Harmonien raus, die einen in verschiedenste Stimmungen versetzen. Es gibt viele verspielte Gitarrenriffs, sowie Keyboardeinlagen, dass einem fast schon schwindelig wird. Es wird mit Tempovarationen gespielt, so dass man denkt dass es jetzt richtig auf die Fresse gibt, in Wirklichkeit aber im halben Tempo weiter gespielt wird.


Deine Lakaien – Crystal Palace (Album-Rezi)

Deine Lakaien - Crystal PalaceDeine Lakaien – Crystal Palace
Genre: Dark Wave, Electronica, Avantgarde, Experimental
Spiellänge: 44:37
Label: Chrom Records
VÖ: 08.08.2014
Website: www.deine-lakaien.com
Bewertung:
★★★★★½

„Now my time has come
Return into the sun
‚Cause I’ve always been
Searching for you.“

(Kasmodiah: Return, 1996)

Sie sind wieder da: Deine Lakaien. Die Dark Wave Ikonen und Avantgarde-Elektroniker geben sich sich die Ehre ein neues Album auf die geneigte Hörerschaft loszulassen. Vier Jahre sind seit dem letzten Opus Indicator vergangen und man konnte gespannt sein, ob die Herren Horn und Veljanov es schaffen mit dem Crystal Palace an alte Erfolge anzuknüpfen. Diese Frage kann schnell beantwortet werden: Ja, können sie! Punkt! Und darüber hinaus…


Laibach – Spectre (Album-Rezi)

Laibach - Spectre (Album-Cover)Laibach – Spectre
Genre: Industrial/Pop/Electro
VÖ: 28.02.2014 (Mute Records/GoodToGo)
Bewertung:
★★★★★★

Laibach – oder: Widerstand ist zwecklos!
Laibach liefern mit ihrem neuen Album ein musikalisch hochklassiges Werk ab, das ziemlich „soft“ daherkommt, ohne jedoch die „alten Härten“ zu vergessen. Musikalisch kann man jedenfalls nicht so schnell widerstehen, vom Monumental-Pop-Ohrwurm „The Whistleblowers“ über Tanzflächenfüller wie „Eat Liver!“ oder auch das Titelstück, bis zum industriell verarbeiteten „Bossanova“. Der Gesang von Mina Špiler veredelt das Bild noch weiter, natürlich darf auch Slavko Avsenic Jr. mit seinen Original Oberkrainer Chören nicht fehlen.


VNV Nation – Transnational (Album-Rezi)

Transnational Album CoverVNV Nation – Transnational
Genre: Future/Electro Pop
Spiellänge: 53:00
VÖ: 11.10.2013 (Anachron Sounds/Soulfood)
Bewertung:
★★★★★☆

Da ist es nun das neue Opus der Future Pop-Heroen VNV Nation. Und eins vorweg: Mir gefällt das Album sehr! Das mag daran liegen, dass es sicherlich recht gefällig ist, aber es mag ferner daran liegen, dass das Album meiner Meinung nach wie aus Guss gezimmert wirkt. Aber der Reihe nach. Ich werde nun etwas tun, was ich selten tue: Ich werde eine Auflistung der Songs von Transnational abliefern und jeden Song in einigen Sätzen beschreiben.


CHVRCHES – The Bones Of What You Believe (Album-Rezi)

CHVRCHES - The Bones Of What You BelieveCHVRCHES – The Bones Of What You Believe
Genre: Synthie-Pop, Indie-Pop
VÖ: 23.09.2013 (Vertigo/Universal)
Bewertung:
★★★★★½

Irgendwie sind CHVRCHES die bandgewordene Tierbildersammlung. Der vertonte Niedlichkeitsalarm, der auf jede Menge Beats und synthetischen Klangflächen gebettet ist. Seit geraumer Zeit geistert der Name CHVRCHES durch Insiderkreise, mit vier EPs und unzähligen Live-Auftritten (u.a. im Vorprogramm von Depeche Mode) hat sich das schottische Trio in zahlreiche Herzen schleichen können. Mittlerweile fiebern nicht mehr nur Insider der Veröffentlichung des Debüt-Albums „The Bones Of What You Believe“ Ende September entgegen. Im UK werden CHVRCHES schon lange als das nächste große Ding gehandelt, in Deutschland und den USA holt man nun nach. Und in der Tat: Es ist schwierig, CHVRCHES zu widerstehen!


Phelios – Gates of Atlantis (Album-Rezension)

Phelios CoverPhelios – Gates of Atlantis
Genre: Dark Ambient, Tribal
Spiellänge: 47:00
VÖ: 06.08.2013 (Malignant Records)
Bewertung:
★★★★★★

Es gibt sie noch: Die kleinen Überraschungen des Alltags. Da bemerkt man doch tatsächlich nur durch die Facebookseite des Musikprojektes Phelios, dass es ein neues Album gibt! Das heißt im Klartext: Mal schnellstens reingehört! Gefiel mir der Output Astral Visions/Unity (2010) dieses Projektes schon sehr, so muss ich sagen, dass mir dieser Output uneingeschränkt gefällt! Gates of Atlantis ist die Essenz der Dunkelheit und der Leere des unendlichen Alls. Atlantis geht unter. Vielleicht die ganze Welt. Und dies ist der passende Soundtrack!


Farsot – IIII (Album-Rezension)

Farsot - IIII (Cover)Farsot – IIII
Genre: (Avantgarde) Black Metal
Spiellänge: 42:00
VÖ: 26.10.2007 (Lupus Lounge/Prophecy Productions)
Bewertung:
★★★★★★

„Wenn Zeit gefunden wird alles Negative zu vereinen
Wenn Verzweiflung weinend die Vernunft in Ketten legt
Spiegelt sich das Leben im Minusbereich der Selbstfindung
Und entrinnt – schwarz verhasst – seinen falschen Fassaden“

(Thematik: Hass – zitiert nach: www.justsomelyrics.com)

Thematik: Black Metal! Und was für ein Opus hier abgeliefert wird ist der helle Wahnsinn! Aber der Reihe nach. Die zitierten Verse verdeutlichen schon recht gut worum es bei der Platte IIII der deutschen Black Metal Formation Farsot gehen wird: Knallharten, frostig-klirrenden Black Metal.