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Rezi: Bernhard Trecksel – Nebelgänger (Buch)

Nebelgaenger von Bernhard Trecksel

Bernhard Trecksel – Nebelgänger
Medium: Buch, broschiert
Seitenzahl: 512
Verlag: Blanvalet
VÖ: 19.09.2016
Bewertung:
★★★★★★

Anm.: Lange tat sich bei monasteria.net nix mehr in Sachen Rezis – das wollen wir jetzt ein bißchen ändern! Den Anfang macht allerdings nicht Musik, sondern DJ Sagaarts Rezi zu einem Buch eines münsteraner Autors…

Wie soll man eine Rezension eines Buches schreiben, wenn man sofort inhaltlich spoilern würde? Das ist echt eine Aufgabe! Nun, ich kann gleich vorweg schon einmal sagen, dass „Nebelgänger“ von Bernhard Trecksel dem Vorgänger „Nebelmacher“ in nichts nachsteht. Trecksel bleibt seinem eigenen Schreibstil treu und auch der Welt, die er so detailgetreu erdacht hat. Die Figuren, die Trecksel gut eingeführt hat, sind auch hier wieder mit von der Partie: Clach, Morven, Greskegard oder Ormgair. Sie alle spielen in diesem ausgeklügelten Spiel der Mächte eine gewichtige Rolle wie auch der namensgebende Nebel, der sich immer noch tödlich auf alles legt, was ihn nicht magisch abhält.

SPOILER

In Band 2 der Totenkaiser Trilogie geht es um nichts anderes als die Rettung der Welt vor der Rückkehr der Titanen. Hierfür stellt der Totenkaiser Clach die letzte Hoffnung dar und das obwohl er zuvor das Zeitliche im Kampf gegen Kultisten der Titanen gesegnet hat. Er wird zu einem „Rückkehrer“, einem Wesen zwischen Leben und Tod, quasi ein Untoter, der die Fähigkeit besitzt nicht nur den Körper, sondern auch die Seele zu vernichten. Eigentlich müssten ihm dabei der Amboss Barbar Ormgair sowie Inquisitor Greskegard zur Seite stehen, aber diese verfolgen nach wie vor ihre eigenen Ziele…

SPOILER ENDE

Trecksel entführt uns einmal mehr in die magische Welt von Fomor, die durch ihre „nebulöse“ Aufmachung durchaus zu bedrücken weiß. Wir begleiten Greskegard bei der Erkundung unterirdischer Höhlen und Festungen und Ormgair und Morven auf der Suche nach Tempelrittern. Auch geht es hinaus in den Nebel. Dabei stellt Trecksel vieles ziemlich diffus dar, was aber gerade bei der Grundthematik hervorragend funktioniert.

Wir erfahren zudem Schritt für Schritt, was es mit der Königin des Mordens, ihrem Tempel, weiteren Rückkehrern und vor allem mit dem Nebel auf sich hat.

Wem der erste Band gefallen hat, dem wird der zweite Band auch zusagen. Wo Trecksel steht ist auch Trecksel drin. Das gilt natürlich auch wieder in Bezug auf die Gewalt, die durchaus vorhanden ist, aber niemals selbstzweckhaft eingesetzt wird.

Fazit:

Ich mag „Nebelgänger“ und das, obwohl es sich um den Zwischenband einer Trilogie handelt (die haben es bei mir immer etwas schwer..:D..). Ich bin schon sehr gespannt, wie die Geschichte um Clach zu einem Ende gebracht wird.

Volle Kaufempfehlung von mir für Leute mit Faible für (dunkle) Fantasy. Trecksel hat mit einer schlichten Idee einen fantastischen Stoff für seine erste Romantrilogie geliefert, den er brutal, gewitzt und intelligent umgesetzt hat.

– Sagaart

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