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The Hourglass – Through Darkness & Light (Album-Rezi)

The Hourglass – Through Darkness & LightThe Hourglass – Through Darkness & Light
Genre: Symphonic Opera Metal/Female Fronted Metal
Spiellänge: 52:00
Label: Not signed
VÖ: 28.03 2014
Bewertung:
★★★★★☆

Es ist immer so eine Sache, wenn man Debutalben bewertet. Besonders, wenn das Werk komplett in Eigenregie durch Crowdfunding und Eigenkapital entstanden ist. Und dann noch in einem Land, in dem es verdammt schwierig ist Musik abseits des Mainstreams aufzunehmen, geschweige denn zu veröffentlichen.

Das vorliegende Werk Through Darkness & Light von der rumänischen Formation The Hourglass ist so ein Fall. Alma, Sängerin und Hauptsongwriterin, mag den Vergleich zu einschlägig bekannten Bands des Symphonic Opera Metal bzw. Female Fronted Metal nicht sonderlich. Dennoch sind Ähnlichkeiten zu Kapellen wie Nightwish oder Visions of Atlantis nicht von der Hand zu weisen. Sorry Alma!

The Hourglass

The Hourglass

Dabei schaffen es The Hourglass jedoch spielend eine eigene Handschrift an den Tag zu legen und ein abwechslungsreiches Album zu präsentieren. Mal treibende Gitarren mit leicht poppigen, weil eingängigem Songwriting, wie bei Away, oder etwas progressive, weil vertracktere Einflüsse, wie bei The Fall. Gregorianische Chöre treffen auf sägende Keyboardkaskaden. Filigranes Klavierspiel gibt es im Zusammenklang mit Gitarrenwänden. Mal treibend, mal doomig. Über allem thront Almas opernhafte Stimme. Ein episch langer Song darf natürlich auch nicht fehlen: Abandoned.

Eine ziemlich ansprechende, weil natürliche Produktion rundet den positiven Eindruck ab. Gitarren, Schlagzeug, Keboard und Gesang sind alle differenziert zu vernehmen. Lediglich der Bass dient „nur“ zur Unterstützung.

Dafür, dass Through Darkness & Light zu 100% in Eigenregie entstanden ist haben wir es hier mit einem ausgewachsenen Debut zu tun, das sich Aufmerksamkeit auf demWeg aus dem Untergrund heraus verdient hat. Ab und an bemerkt man noch die eine oder andere Holprigkeit in der Performance der Stücke und der Produktion, was ich persönlich eher sympathisch, denn störend finde. Hier merkt man nämlich, dass ehrliche Musik von ehrlichen Musikern geschrieben wurde, was auch bei Liveauftritten zu hören und spüren ist.

Es gibt jedoch noch Platz nach oben, gerade was Performance und Produktion angeht. Ich für meinen Teil bin gespannt, was aus dem Hause The Hourglass in Zukunft auf uns zukommt. Die Band hat sehr großes Potential. Daher vergebe ich fünf von sechs Stundengläsern!

Anspieltipps: Away, Dies Irae und The Fall

Website: www.the-hourglass.com

Text: Sagaart

 

The Hourglass – Magdalene

The Hourglass – Rise (live at Dark Dreams in Metal II on 08.11.2014, Sputnikhalle Münster)

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