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Phelios – Gates of Atlantis (Album-Rezension)

Phelios CoverPhelios – Gates of Atlantis
Genre: Dark Ambient, Tribal
Spiellänge: 47:00
VÖ: 06.08.2013 (Malignant Records)
Bewertung:
★★★★★★

Es gibt sie noch: Die kleinen Überraschungen des Alltags. Da bemerkt man doch tatsächlich nur durch die Facebookseite des Musikprojektes Phelios, dass es ein neues Album gibt! Das heißt im Klartext: Mal schnellstens reingehört! Gefiel mir der Output Astral Visions/Unity (2010) dieses Projektes schon sehr, so muss ich sagen, dass mir dieser Output uneingeschränkt gefällt! Gates of Atlantis ist die Essenz der Dunkelheit und der Leere des unendlichen Alls. Atlantis geht unter. Vielleicht die ganze Welt. Und dies ist der passende Soundtrack!

Der Titeltrack Gates of Atlantis öffnet wahrlich die Tore zu einer martialischen Tour de Force. Nach einem eher ruhigen Einstieg folgt eine schlichte, aber effektive Trommelkaskade, die eine derartige Sogwirkung entwickelt, dass man in Begriff ist sofort durch das Tor zu schreiten und augenblicklich in Trance zu fallen. Dabei werden sehr subtil einige melodische Elemente eingesetzt, die sich eher unterschwellig in den Geist schleichen. Wohl dosierte Drones und extrem wuchtige Trommeln markieren aber den Fokus in diesem Track bis er zum Ende hin in reinem Ambient die Chance bekommt sich heimlich zu verabschieden. Herrlich!

Gefolgt wird dieser Brecher von der Klanglandschaft Temple of Yith, die schlicht, einfach und ohne Trommeln daherkommt und sPhelios Martin Stürtzerich durch eine sterile und bedrückende Atmosphäre auszeichnet.

Das darauf folgende Spiritual Possession macht seinem Namen alle Ehre. Die hypnotische Sogwirkung lässt nicht nach, nein sie verstärkt sich hingegen noch. Hier stehen erneut die Trommelei, Drones und atmosphärisch dichte, aber schlichte Melodiegefüge im Vordergrund.

Diese drei Stücke stehen stellvertretend für den Duktus des Albums, wobei es ab dem vierten Track Hibernation etwas ruhiger zugeht, was der Düsternis jedoch keinen Abbruch tut.

Trommelkaskaden, Klanglandschaften, subtile und schlichte melodische Einheiten, Drones, die bei ordentlicher Anlage und Basseinstellung das Geschirr zum summen bringen, sowie industrielle und rituelle Soundeffekte machen den Sound von Phelios aus.

Seit ich die Draconian Poetry von Sephiroth kennenlernte begeisterte mich selten ein Dark Ambient bzw. Tribal Album bzw. Projekt so sehr wie Phelios. Von mir gibt es sämtliche Daumen hoch und volle Punktzahl!

Egal, ob man durch die nukleare Eiswüste schlendert, die atomare Pilzsaison eröffnet ist, lebende Tote marodieren oder insektoide Aliens Futter suchen: Dies ist der passende Soundtrack!

Wer Dark Ambient/Ritual mag und Bands/Projekte wie Sephiroth/Ulf Söderberg, Herbst9, Z’ev, Raison d’etre oder Desiderii Marginis schätzt und zu seinen Lieblingen zählt kommt an Phelios definitiv nicht vorbei!

Anspieltipps: Stimmungsabhängig! Mir haben es Gates of Atlantis und Spiritual Possession angetan!

Website: www.phelios.de

Link zu Spiritual Possession:
https://soundcloud.com/malignantrecords/spiritual-possession-by

 

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